Irgendwie ist es immer dasselbe, wenn ich mit dem Bus in eine neue neuseeländische Stadt einfahre: Ich stelle mir jedes Mal die Frage, wieso ich mich für einen solch hässlichen Ort entschieden habe und ob nicht besser weiterfahren soll. Meistens wird der Aufenthalt dann aber doch ganz nett, so auch in Kaikoura.
Wer nicht unbedingt mit Delphinen schwimmen oder Wale beobachten will, vom Boot, Hubschrauber oder Flugzeug, kommt trotzdem auf seine Kosten. Der wunderschöne Kaikoura Peninsula Walkway startet im Stadtzentrum an der Esplanade, führt vorbei an einer Seehundskolonie und schlängelt sich dann die Klippen der Halbinsel entlang, von denen man wunderbare Ausblicke auf die felsige Küste hat. Danachgeht es langsam wieder hinunter zu den Stränden der South Bay - von dort geht man noch gut 45 Minuten zurück ins Zentrum. Insgesamt bin ich vier Stunden unterwegs.
Als ich dann in meiner Unterkunft ankomme, lerne ich einen Schweden und eine Niederländerin kennen, die zusammen reisen. Sie sprechen mir aus der Seele, als sie sagen, sie vermissen hier richtiges Brot und können keinen Toast mehr sehen. Alex, der aus Örebro kommt, zaubert plötzlich eine Tüte Weizenmehl hervor und in der Küche des Hostels finden wir Hefe, Zucker und Salz. Wir entschließen uns, passend zur Osterzeit einen süßen Hefezopf zu backen. Auch wenn es kein knackiges Vollkornbrot ist - es ist allemal besser als das, was die Kiwis in ihren Supermärkten und Bäckereien uns als Brot verkaufen wollen.







