Kiew ist modern, geschäftig, hektisch, laut und voll - wer eine ruhige, romantische oder gar günstige Stadt sucht, ist hier völlig verkehrt. Preise für Unterkunft und Essen im Restaurant liegen hier oft über westeuropäischem Niveau - die Stadt hat sich auf Geschäftsreisende spezialisiert, eine Touristeninformation gibt es erst gar nicht.
Trotzdem lohnt sich der Besuch der Hauptstadt: Es gibt ein paar alte, orthodoxe Kirchen, vereinzelt historische Gebäude und etliche Parks und Grünanlagen, wo du die Seele baumeln lassen kannst.
Gut und günstig: Die "Öffentlichen"
Wer gut zu Fuß ist und im Stadtzentrum wohnt, ist nicht unbedingt auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, angesichts der extrem niedrigen Fahrpreise kann man sich den Spaß aber durchaus gönnen. Eine einfache Fahrt mit Metro, Bus, Trolleybus oder Straßenbahn kostet 50 Kopeken, also weniger als 10 Eurocent - ich zog es jedoch vor, mir eine Monatskarte zu 25 Griwna (ca. 2,50 Euro) für U-Bahn und Trolleybus zu kaufen, um mir das Bereithalten von Kleingeld und das Kaufen einzelner Tickets zu ersparen. Fahrkarten gibt es am Kiosk, an den U-Bahn-Stationen oder direkt beim Fahrer.
Möchtest du die privaten Minibusse (Marshrutki) benutzen, so bezahlst du immer direkt beim Fahrer - denn Zeitkarten gibt es nicht.
Als Tourist bewegt man sich am besten mit der Metro fort, denn das Netz ist übersichtlich. "Es gibt über hundert Bus-, Trolley- und Tramlinien. Das Netz ändert sich bis zu zwanzig mal im Jahr. Da gibt es keine Pläne.", lacht mein Kiewer Freund Kostja auf meine Frage hin, "Das muss man einfach wissen."
Als wir nach einem pompösen Feuerwerk im Kiewer Stadtzentrum von der U-Bahn-Station nach Hause schlendern, deutet er auf eine Nebenstraße, wo ein paar Minibusse stehen. "Hier fahren die Marshrutki nach Odessa ab.". Ich frage ihn, woher man das als Tourist wissen soll. "Das steht nirgendwo. Jeder weiß es einfach. Gerüchte eben."
ACHTUNG: Bei der U-Bahn und Bergbahn die Sperren nur bei grünem Licht passieren! Sonst wirst du festgekrallt, die Polizei muss dich befreien und eine Strafgebühr wird fällig.
Die Sophienkathedrale
Vermutlich um 1037 n. Chr. von dem Kiewer Fürsten Jaroslaw dem Weisen nach byzantinischem Vorbild erbaut, stellt die Sophienkathedrale eines der schönsten und gleichzeitig bedeutensten Gebäude-Ensembles der Stadt dar.
U-Bahn: Zoloti vorota
"Golden Gate" (Zoloti vorota)
Das alte Stadtor wurde als einziges von drei durch Fürst Jaroslaw den Weisen im 11. Jahrhundert erbauten Stadttore im Jahre 1989 rekonstruiert. Ein Museum bietet Einblicke in die Geschichte der Stadtbefestigung.
U-Bahn: Zoloti vorota
Khrechtchatyk-Boulevard
Dieses Boulevard ist dei Flaniermeile der Kiewer: Hier findet man zahlreiche Boutiquen, Restaurants und Cafés. Am Wochenende wird die vierspurige Straße für den Verkehr gesperrt - Jongleure, Zauberkünstler, Straßenmusiker und andere Kleinkünstler laden die über den Boulevard Bummelnden zum Verweilen ein.
U-Bahn: Khrechtchatyk / Maidan Nezalezhnosti
Postplatz und Andriyivsky uzviz
Die Andriyivsky uzviz ist eine der ältesten Straßen der Stadt - ein Spaziergang zwischen den urigen Häusern über das Kopfsteinpflaster gehört zum Pflichtprogramm eines Kiew-Aufenthalts. Nachdem du mit der U-Bahn zum Postplatz gefahren bist und den ausblick auf den Dnjepr genossen hast, erklimmst du entweder zu Fuß den Berg oder lässt dich von der Bergbahn gemächlich nach oben fahren..
U-Bahn: Poshtova ploshcha







