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Home Countries and Stories Iceland Heißes Badevergnügen in abgeschiedener Natur

Heißes Badevergnügen in abgeschiedener Natur

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Die knapp 2300 Einwohner zählende Stadt Hveragerði liegt am Fuße einer malerischen Berglandschaft, einem der größten Hochthermalgebiete des Landes. Gleichzeitig ist sie Startpunkt unserer Wander- und Badetour in Richtung Reykjadalur.

Spaß und Abwechslung sind garantiert - dreckige Schuhe und Kleidung auch. Das ist kein Sonntagsspaziergang, sondern eine Naturerlebnistour, also bitte, etwas altes anziehen! Cool 

Dauer der Tour: ca. 4-5 Stunden - Anfahrt aus Reykjavik: 30-40 Min.



 


Anfahrt:

 

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Wer einen PKW zur Verfügung hat fährt aus Reykjavik kommend über die "Autobahn" 1 etwa 40 km Richtung Selfoss, am Kreisverkehr dann links in den Ort.

Malva, Veronika, Sandro und ich entschlossen uns für den Bus - fünf Minuten vor Abfahrt des Busses (der nicht so oft fährt, dass man einfach auf den nächsten warten kann, wenn man ihn verpasst) kamen wir sprintend am BSi, dem zentralen Busterminal in Reykjavik an. Natürlich muss man das Ticket vorher am Schalter bei einer gemütlichen Dame kaufen, die zunächst eine Viertelstunde brauchte, um ihr privates Telefonat abzuschließen, bevor sie uns dann endlich bediente.

In Island geht es etwas entspannter zu - auch der Busfahrer wartete gern, bis wir freudestrahlend mit unserem soeben erstandenen Fahrschein zurückkamen. Nun konnte die Fahrt losgehen.

 Rückfahrt:

Wer ein Auto hat, fährt einfach den selben Weg zurück Smile. Wer keins hat, stellt sich am besten gut sichtbar am Kreisverkehr an die Straße Richtung Reykjavik, seinen Fahrtwunsch mit dem Daumen signalisierend, und wird garantiert nach 10 Minuten mitgenommen. Jedenfalls war ich zwei Stunden vor meinen Freunden zurück in Reykjavik, die es vorzugen, mit dem Bus zu fahren.

 Busfahrplan


Die Tour

Wir kommen mit dem Bus in Hveragerði an einer Tankstelle an, wo wir uns (weil wir natürlich in der Eile alles vergessen haben) mit Proviant für die Wanderung versorgen. Die Verkäuferin dort hat einen kleinen Stadtplan für uns und zeichnet uns sogar den Weg ins Gebirge, Richtung "Reykjadalur" ein. 

Nachdem wir das Dorf hinter uns gelassen haben, müssen wir einen Fluss überqueren - meine Freunde hatten mir schon eindringlich empfohlen ein zweites Paar Socken mitzunehmen, denn man müsse den Fluss "furten", also barfuß durchqueren. Mittlerweile gibt es aber eine Brücke.

Der Aufstieg

Das erste Hindernis, den Fluss, erfolgreich überwunden, wenden wir uns dem nächsten zu, das uns noch lange zu schaffen machen wird: der Aufstieg in die von sattem Grün gesäumten Berge. Einen befestigten Weg gibt es nicht mehr, manchmal zeichnet sich jedoch ein Trampelpfad ab - nur die als Markierung dienenden Pfosten in den Wiesen weisen uns die grobe Richtung. Immer wieder kommen wir an Löchern und Felsspalten vorbei, aus denen heißer Wassserdampf aufsteigt. Nicht alle von uns sind schwindelfrei, aber wir meistern den Aufstieg mit Bravour - zumindest ist niemand in den kochendheißen Tümpel am Wegrand gefallen.

Sumpfige Auen

Nach einer guten Stunde treffen wir auf andere Wanderer, die uns empfehlen, den zu unserer Linken liegenden Gebirgsbach zu durchqueren und auf seiner linken Seite weiterzugehen, um später besser an die ersehnte Badestelle zu kommen.

Die Wiesen werden sehr sumpfig, es gibt keine Brücke, aber das Wasser ist angenehm warm.

Das zweite Paar Socken erweist sich dann doch als sehr hilfreich und auch eine zweite Hose wäre sinnvoll gewesen: Mit strahlenden Augen erblicke ich den lang ersehnten Badeplatz und freue mich, dass ich den beschwerlichen Weg bis zuletzt unversehrt überstanden habe.

Zu früh gefreut:  Ein paar Meter vor dem Ziel versinke ich bis zu den Knien im Schlamm (siehe Foto) - für meine Freunde und auch mich selbst ein sehr amüsanter Anblick. Ach ja - Sandro, du hättest besser nicht deine neuen, bisher ungetragenen Schuhe anziehen sollen. Denn auch mit ihm meint das Schicksal es nicht gut und er versinkt im Modder. Wink

Ziel erreicht: die "Badebucht"

Nach knapp zwei Stunden Fußmarsch sind wir endlich da: An der Stelle, wo ein kalter Strom von links auf den heißen Fluss trifft und ihn angenehm temperiert. Das Wasser hat eine breite Stelleausgewaschen, sie mutet an wie eine Badebucht mit einem kleinen Kieselstrand.

Aber Vorsicht: So verlockend das Bad am "Strand" auch erscheint, es ist u.U. verdammt heiß! Besser vorher einmal den kleinen Finger testweise ins Wasser halten und  weiter flussabwärts baden - vorzugsweise am Rand, wo sich das heiße Nass ein wenig abgekühlt hat.

Für uns endet die Tour hier und wir treten nach einem entspannenden Thermalbad den Rückweg an. Vielleicht bist DU dem Weg noch etwas weiter gefolgt und möchtest uns von deinen Erlebnissen berichten? Schreib uns!


Kleine Bildergallerie

 

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