Morgens, 10 Uhr in Te Anau am "Kiwi Country"-Souvenirladen: Brian, der fröhliche Busfahrer, verlädt gerade mein Gepäck und freut sich, dass ich nachher bis nach Queenstown mitfahre. Erstmal geht es aber zum Milford Sound, wo ich eine Bootsfahrt mache.
Brian kommt während der Fahrt überhaupt nicht mehr aus dem Schwärmen heraus: "Ach Leute, ich liebe es, jedes Mal, wenn ich hier lang fahre, genieße ich es wieder neu!", erzählt er, während ich mir denke: "Naja, ganz nett, aber das haben wir in Norwegen doch auch."
"So Leute, und jetzt macht die Augen zu und öffnet sie erst, wenn ich sage", ruft er ins Mikrofon, während wir durch einen Tunnel fahren. Als wir sie wieder öffnen dürfen, erblicken wir den Milford Sound in seiner ganzen Pracht. "Ist das nicht fantastisch, ist das nicht wunderschön?", ruft Brian aus, während seine japanische Kollegin nur relativ monoton seine Worte wiedergibt. Der ganze Bus ist voller Asiaten, und auch auf dem Boot wird fleißig übersetzt und natürlich noch fleißiger fotografiert. Ein wirklich fürchterlicher Touristennepp, den ich bestimmt kein zweites Mal machen würde - dennoch: der Sound mit seinen bizarr geformten Bergen und den zahlreichen Wasserfällen ist sehenswert.
"Der Flugplatz hier hat bis zu 360 Flugbewegungen am Tag, über die Straße hier rollen bis zu 160 Reisebusse. Die Mücken fühlen sich pudelwohl - wir bringen ihnen quasi Essen auf Rädern.", scherzt Brian.







